Dienstag, 27. Februar 2018

Die Medienfallen

 

Ich betrachte Manipulation als die mörderischste Waffe unserer Zeit. Der Grund, warum ich das denke, ist: Es gibt wenige Menschen auf der Welt, die sich für die Fortsetzung von Kriegen aussprechen. Wie konnten die „Warlords“ diese Kriege gegen den Willen der Mehrheit beginnen? Die Antwort ist einfach: Mit Manipulation können sie!

Während der syrischen Krisenjahre konnte ich viele verdächtige Medienverhalten und Taktiken beobachten und definieren, die dazu dienten, die Massen von dem abzulenken, was wirklich vor sich ging oder was passiert hätte sollen.



Den Menschen erzählen was sie hören wollen und nicht was wirklich vor sich geht


Diese Art von Manipulation gab es schon immer in den Medien. Die Medien üben diese Manipulation nicht unbedingt absichtlich oder bewusst aus. Die Medien reagieren nur darauf, wie Menschen interagieren und reagieren und was sie gerne hören. Die Massen sind daran interessiert, Fakten zu hören, die ihre Sichtweise oder ihre Vorstellungen über das Leben und die Welt unterstützen (untermauern, beweisen).

Das westliche Publikum zum Beispiel möchte gerne glauben, dass die Nationen des Nahen Ostens endlich für ihre Freiheit rebellieren. Dies kam von ihren eigenen Paradigmen, die ihre historische Entwicklung und ihre eigene Sicht des Lebens umgeben. Sie projizieren ihre eigene Geschichte auf aktuelle Ereignisse und erinnern an Ereignisse wie die Französische Revolution und des Ersten Weltkrieges. Die intellektuellen Syrer wollten nur diese genaue Geschichte hören. Sie ignorierten andere Fakten. Die Salafisten in Syrien und in den arabischen Golfstaaten möchten eine völlig andere Geschichte hören. Sie zogen es vor, die Revolution als einen Aufstieg des sunnitischen Islam gegen die Alawiten oder die Säkularität zu sehen. Jede Partei fand ein Medium, das auf ihren Wunsch reagierte und die Geschichte wiederholte, die ihrem Geschmack entsprach. Die Wahrheit dessen, was vor sich ging, war für keine Partei wichtig.
Die Medien könnten die Gründe für den syrischen Krieg erklären, wenn sie über den Sunni-Schia-Konflikt, den Diktatur-Freiheitskonflikt, den kurdisch-arabischen Konflikt und den türkisch-russischen Konflikt sprechen würden. Sie können auch über den Gas- und Ölkonflikt, Warschau - NATO-Konflikt, Saudi-Iranischen Konflikt, Kapitalismus-Sozialismus-Konflikt, Demokratie-Ein-Parteien-Konflikt, Dürre und Wüstenbildung, Star Wars, Harry Potter, und so weiter sprechen…
All diese Daten und Fakten existieren. Was die Medien immer berichten ist korrekt. Diese Gründe sind schon seit Ewigkeiten da, und haben keinen Krieg verursacht. Sie können von den "Kriegsherren" benutzt werden, um den Beginn eines Krieges zu rechtfertigen. Sie können aber auch benutzt werden, um das internationale Publikum mit weniger wichtigen Geschichten abzulenken, bis sie die Leute die tatsächlich durch den Krieg profitieren komplett vergessen haben.
Der Punkt ist: keiner dieser Gründe hat den Krieg geschaffen. Die wirklichen Schöpfer und ihre Motive verstecken sich irgendwo außerhalb dieser Landschaft und werden selten in den regulären Medien erwähnt, sowie auch ihre Motive und Gewinne unbekannt bleiben.

Aber wie sehr ist es wirklich wichtig, die echten Gründe für einen Krieg zu erkennen?

Es ist wichtig die Wahrheit zu kennen, denn nur durch die Wahrheit kann man die Gründe für einen Krieg erkennen und ihn somit verhindern.
Die ganze Menschheit hat versucht, Kriege zu stoppen, aber es war nutzlos…

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Albert Einstein



Die Überwältigung der Massen mit irrelevanten Details und Erzählungen

Diese Art von Manipulation wird fast immer in unseren Medien verwendet; In den Boulevardblättern sowie in seriösen Quellen. Es lenkt sein Publikum mit Namen, persönlichen Verhaltensweisen und kleinen Details ab.
Wir müssen erkennen, dass wir im Zeitalter internationaler Pole leben. Die Geschichte kann nicht allein auf die Ansichten einzelner Menschen oder Personengruppen festgelegt werden. Die Länder sind jetzt miteinander verbunden. Die Supermächte erlauben nicht, dass persönliche Verhaltensweisen und Ansichten ihre Interessen bedrohen. Sie erlauben nicht, dass sie die Weltordnung gefährden, auf der sie hin arbeiteten.

Einige Medien neigen dazu, internationale Ereignisse anhand von Führern wie Donald Trump, Kim Jong-un und so weiter zu basieren. Diese Medien erklären große Ereignisse  auf der internationalen Bühne anhand der persönlichen Verhaltensweisen dieser Führer, wobei die tatsächlichen Auslöser woanders liegen.

Die Pepsi vs. Coca-Cola Falle

In dieser Falle geben die Medien ihrem Publikum nur zwei polarisierende Möglichkeiten, als gäbe es keine dritte weniger extreme. Es wirft endlose Streitigkeiten auf, in denen Leute Tag und Nacht versuchen, zu beweisen, welche Wahl besser ist. "Wer ist der Lügner, die westlichen oder russischen Medien?" "Ist die NATO gut oder sind die Achsenmächte Putin-Assad-Iran besser?" „Sollten wir in den Irak eindringen und ihn zerstören, oder sollen wir zusehen wie die Tyrannei alle tötet?“
Als ob die Ablehnung einer Option notwendigerweise die Akzeptanz der anderen beinhalten würde.
Diese Falle spielte eine mörderische Rolle in der syrischen Krise. Viele Intellektuelle, und sogar akademische Wissenschaftler fielen in diese Falle. Ein breites Spektrum des westlichen Publikums war bereits voreingenommen, und auf Assads Seite. Sie weigerten sich, irgendwelche Berichte über die Verbrechen des Assad-Regimes gegen Millionen von Zivilisten zu glauben. Assads Medien und ihre Verbündeten, vor allem die russischen und die iranischen Medien und ihre Öffentlichkeitsarbeit, nutzten diese Falle und profitierten von ihr bis zum Ende. Nach dem Irakkrieg war die globale Stimmung eher gegen einen ähnlichen Krieg. Die Internationalen Medien deckten eine Menge Manipulation auf, die von den westlichen Medien verwendet wurde, um den Krieg gegen den Irak und das Regime von Saddam Hussein zu rechtfertigen. In der syrischen Krise bedeutete dies, dass die Massen automatisch die Meinung hatten, Assad verteidigen zu müssen, und dazu tendierten, nur Gutes über ihn hören zu wollen. Dies ermöglichte Assads Regime Brutalität bis zur äußersten Grenze. Die Verbrechen, die von Assads Regime begangen wurden, könnten über das hinausgehen, was das Naziregime im Zweiten Weltkrieg getan hat.

Aber wir brauchen für jeden Konflikt eine Antwort, richtig?
Richtig!

Es gibt immer unbegrenzte Möglichkeiten und Antworten. Dennoch lenken die Medien die Massen davon ab, eine dritte Antwort zu sehen oder gar eine dritte Frage zu stellen.
In einer Welt, auf die wir hoffen würden, ist es nicht akzeptabel, eine Tyrannei zu verlassen, um ihre Nation zu versklaven oder zu töten. Ich ignoriere daher vollkommen, dass die "Rechtsexperten" in der Verfassung des UN-Sicherheitsrates geschrieben haben dass man Länder nicht besetzen darf.

Die Alternative besteht jedoch nicht notwendigerweise darin, an eine oder zwei Einheiten wie die CIA oder den britischen Militärkomplex zu delegieren, um eine Nation ohne jede Verantwortung zu zerstören.
Die Präsidenten und Direktoren, die die Invasion im Irak oder die Operationen in Syrien diktierten, wurden nicht auf ihre Eignung überprüft. Die Opfer dieses Verhaltens sind jeweils Millionen.